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Gütersloh. Man schrieb den 13. August 1908 als sich einige Männer in einer alten Gütersloher Gaststätte trafen, um einen Verein zu gründen. Dieser Verein sollte den Namen „Verein der Hundefreunde Gütersloh e.V.“ tragen, und das tut er bis heute.

Beim Blick auf die vergilbten Aufnahmen in alten Fotoalben blicken wir in eine längst vergangene Zeit: Männer in Uniformen prägen das Bild in den Straßen, Matrosenanzüge deuten auf die Begeisterung der Menschen für Flottenbau und Kolonialismus, und wo das kaiserzeitliche Deutschland so fern erscheint, kommt einem einiges doch immer noch bekannt vor. Da finden sich Aufnahmen im Archiv der Hundefreunde Gütersloh, welche stolze Hundebesitzern mit ihren Vierbeinern zeigen, wie sie – sieht man einmal von Kleidung, Bartmode und den damals allgegenwärtigen Hüten ab - auch heute noch nach erfolgreich abgelegten Prüfungen fotografiert werden. Auffallend dabei ist, dass schon vor 100 Jahren Hunde aller Rassen das Bild bei den Hundefreunden prägten, Schäferhunde sind zu sehen, Terrier, Schnauzer, Boxer und Dobermänner. 

Mehr als hundert Jahre sind seit diesem Tage vergangen und es hat sich einiges getan. Viele der Gütersloher Rassehundevereine sind aus dem Verein der Hundefreunde hervorgegangen und auch die vor einigen Jahren gegründeten „Agilityfreunde Gütersloh“ nahmen ihren Anfang am Vereinsgelände am Schniederbrink. Eins aber ist geblieben: Die Vielfalt der Rassen und Rassemischlinge, die sich im Verein der Hundefreunde tummeln. 

Wer sich heute einen Hund anschafft, steht mehr denn je im Fokus der Öffentlichkeit. Schreckensnachrichten über Beißunfälle, Landeshundeverordnungen, Maulkorb- und Leinenzwang sind nur einige der Schlagwörter. Umso wichtiger ist es momentan, den Hund zu einem sozialverträglichen Familienmitglied zu erziehen, und genau das haben sich die Hundefreunde auf ihre Fahnen geschrieben.

Wer den Leistungssport sucht, ist bei dem Verein, der ziemlich versteckt am Schniederbrink liegt, sicherlich falsch aufgehoben, auch wenn in den letzten Jahren wieder die eine oder andere Prüfung stattgefunden hat. Auch Menschen, die ihrem Hund nur kurz die Grundbegriffe beibringen wollen und dann wieder fernbleiben, werden eine der kommerziellen Hundeschulen eventuell vorziehen. Wer jedoch mit seinem Hund längerfristig arbeiten will, ohne unbedingt Leistungssport treiben zu wollen und dabei auch das Vereinsleben schätzt, findet auch heute noch einem guten Ansprechpartner im ältesten Gütersloher Hundeverein.

(Verfasser/-in: T.R., Mitglied des Vereins der Hundfreunde von 1908 e.V.)

 

 

 

Der Verein aller Rassen